Der 1937 in Hamburg geborene Karsten Hein beginnt 1958 mit seinem Studium, zunächst an der Werkkunstschule in Hamburg, dann an der Hamburger Hochschule für bildende Künste. Schon bald entscheidet er sich für das Konkret-Konstruktivistische als seinen Stil. Mit dieser Richtung sieht er für sich den größtmöglichen Raum, eine eigene Entwicklung ohne Abbildungsanliegen und Erzählformen im Bildnerischen zu unternehmen, eine Haltung, die er mit dem Durchleben traumatisierender Kriegserlebnisse begründet.

Hein erschafft eine Vielzahl raffiniert durchdrungener plastischer Körper, gestaltet aber auch zweidimensional: hochpräzise konstruierte Kompositionen, aus unterschiedlich großen, monochrom ausgefüllten Flächen, sogenannten Farbmodulen – zumeist Quadraten - die der Künstler nach streng definierten Gestaltungsregeln rhythmisch logisch in Reihen anordnet. Seinen herausragenden Farbklangkompositionen liegen faszinierende Aspekte mathematischer und musikalischer Gesetzmäßigkeit zugrunde, der edukative Nutzen in seiner Kunst steht möglicherweise mit dem an ihn herangetragenen akademischen Bedarf in einer Beziehung. In den 1960er Jahren erhält Hein eine Stelle als Dozent an der Fachhochschule Hamburg, lehrt dort - von 1980 an als Professor - bis zu seiner Pensionierung 2004 die Fächer "Dreidimensionale Gestaltung" und "Farbe+Form".

Seit der Verabschiedung aus dem Schuldienst ist für den heute 78jährigen Künstler ein "zweites" Arbeitsleben im Gang, mit Vollzeitbeschäftigung im eigenen Atelier! 2014 entwickelt er in Zusammenarbeit mit seinem Galeristen Menssen ein neuartiges Herstellungsverfahren, das die Umsetzung seiner großartigen Bildideen als vollwertig geschaffene Original-Druckkunstwerke ausschließlich von kleinformatigen Entwürfen möglich macht - bis auf 1000 Millimeter präzise! Rund 50 Werke entstehen mit dieser neuen Technik, 37 Variationen alleine davon für die beeindruckende "Sechser Farbrhythmus Serie", an der sich sogar die hellsten Köpfe beim "Lesen" der stimmig komponierten Farbrhythmen die Langeweile vertreiben können. Ausgewählte Arbeiten Karsten Heins befinden sich in ständiger Ausstellung in der Galerie Menssen.

 

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